Die Dauer Ihrer Übungspraxis können Sie grundsätzlich selbst bestimmen – je nachdem, wie viel Zeit Sie sich lassen möchten oder wie dynamisch oder langsam Sie die Abfolgen üben.
Manchmal gibt es Zeiten, die so dicht sind, dass Sie sich keine Stunde freimachen können. Die von mir zusammengestellten Programme können gut auch in einer kürzeren Zeitspanne ihre Wirkung entfalten – das ist immer noch besser, als gar nicht zu üben!

 

Es ist nicht die Dauer oder Intensität einer Übungspraxis, die entscheidend ist über den nachhaltigen Erfolg. Es ist vor allem die Regelmässigkeit und Ausdauer. Am besten wirken kurze Übungssequenzen, die jeden Tag zur gleichen Zeit mit derselben (oder leicht veränderten) Übungsfolge – und das über einen längeren Zeitraum. Es braucht Zeit, um alte Gewohnheiten zu verändern und Neues zu Integrieren. Üben Sie sich v.a. in Geduld und erlauben Sie so, der Zeit und Regelmässigkeit für Sie zu arbeiten.

Wenn Sie morgens üben wollen, geben Sie sich und Ihren Gelenken Zeit, um in die Gänge zu kommen – bewegen Sie sich langsam und bewusst. Beginnen Sie mit kleinen Bewegungen. Die dynamischen Bewegungsfolgen aktivieren den gesamten Organismus: Das Nervensystem wird stimuliert, der Kreislauf angeregt, Durchblutung und Atmung werden verstärkt. Dieser Frischekick am Morgen wird sich den ganzen Tag positiv auf Ihr Befinden auswirken. Wenn Sie am Abend üben, stehen Sie vor einer anderen Ausgangssituation: Sie haben ggf. einen ereignisreichen Tag hinter sich, der hohe Anforderungen an Sie gestellt hat und den die meisten von uns sitzend verbracht haben. Angespannt und unter Druck stehend fällt es vielen schwer, sich ruhig hinzusetzen und zu entspannen oder gar zu meditieren. Manchmal kann es wichtiger sein, erst einmal mit dynamischen Bewegungsfolgen Druck abzubauen, damit der Körper lockerer und der Kopf freier ist.